Wandertag der Paul-Schneider-Schule

 

c33022a262cb921138d61fb7239264cc

Der geplante Schulwandertag kurz vor den Herbstferien ist leider dem Wetter zum Opfer gefallen. Viele Lerngruppen hatten geplant die Traumschleifen rund um Sohren zu erwandern; einige wollten sich die neue Hängebrücke in Mörsdorf anschauen. Leider mussten wir Mitte Oktober einen Wintereinbruch mit Schneefall erleben, so dass der Wandertag kurzfristig umgeplant werden musste. Hierzu haben sich die Lerngruppen verschiedenste Aktivitäten einfallen lassen. Die LG 10 ist beispielsweise zum Schlittschuhlaufen gefahren. Die LG 6 hat den Vormittag in der Schule verbracht und gemeinsam gefrühstückt (siehe Fotos). 9ec63cb4a4bbe7c63dde215ecfd81164Andere Lerngruppen haben einfach Unterricht gemacht  und den Wandertag verlegt. Die LG 12 hat sich zum Beispiel entschieden, kurz vor den Weihnachtsferien nach Mainz zu fahren, um die Ausstellung „Körperwelten“ zu besuchen.

„Run for Africa“ in Sohren: über 4660 Euro erlaufen

Paul-Schneider-Schüler sammeln Spenden für Schule in Kenia – AG organisiert Unterstützung und Austausch

Etwas tun, um Gutes zu tun. Das ist das Motto beim Spendenlauf „Run for Africa“, die Schüler der Paul-Schneider-Schule in Sohren erlaufen pro Stadionrunde einen fixen Betrag zur Unterstützung der Schule „Tumaini“, Kenia.

Etwas tun, um Gutes zu tun. Das ist das Motto beim Spendenlauf „Run for Africa“, die Schüler der Paul-Schneider-Schule in Sohren erlaufen pro Stadionrunde einen fixen Betrag zur Unterstützung der Schule „Tumaini“, Kenia.

Krieg und Hunger treiben Menschen in Afrika in die Flucht. Eine Möglichkeit dies wirksam zu bekämpfen ist Bildung. Die Schüler der Paul-Schneider-Realschule plus und Fachoberschule Sohren-Büchenbeuren (PSS) wissen dies. Daher helfen sie gerne dabei, Bildung in Afrika zu unterstützen und sammelten bei einem schulweiten Spendenlauf über 4660 Euro zu Gunsten der Schule „Tumaini“ (zu Deutsch „Hoffnung“), in der Nähe von Mombasa in Kenia.

Durch die Kontakte der GTS-Mitarbeiter Renate Kirst und Stefanie Linden erfuhren Schüler der PSS, wie das Leben und Lernen in der Privatschule in Ostafrika aussieht. Linden besuchte rund ein halbes Jahr dort die Einrichtung und half, wo eben Hilfe notwendig war. „Vom Kindergarten bis zur Oberstufe ist dort alles unter einem Dach“, berichtet die ehrenamtliche Helferin. Weil „Tumaini“ ein privat finanziertes Bildungsinstitut ist, läuft der Betrieb dort ausschließlich über Spenden. Nach ihrer Rückkehr weiß Linden nicht nur, wer dort Hilfe braucht, sondern auch was benötigt wird. „Natürlich sind die eigenen Kontakte von Vorteil“, so Linden, „man kann selbst dafür sorgen, dass die Spenden dafür eingesetzt werden, wo sie am meisten helfen.“ Schließlich ist auch für die Kinder in Afrika die Bildung der Weg aus der Armut in ein selbstbestimmtes Leben.

Mit ihrer Begeisterung für Kenia weckte Linden großes Interesse. Gemeinsam mit Kirst wurde im vergangenen Schuljahr eine AG gegründet, die den Kontakt zu „Tumaini“ etablierte und pflegt. Die großen Unterschiede zwischen Deutschland und der Schule in Kenia faszinierten Schüler wie Lehrer so sehr, dass es Celina Kostecki, die gerade ihr Freiwilliges soziales Jahr in Sohren ableistet, gelang, alle Schüler als Helfer für das Afrika-Projekt der AG einzuspannen. Auch im Kollegium der Schule traf Kostecki auf positive Resonanz. Gemeinsam mit den Sportlehrern wurde ein Spendenlauf für die gesamte Schülerschaft organisiert.

Hilfsbereitschaft zeigen und gleichzeitig selbst dafür etwas tun, das fällt in der PSS immer auf fruchtbaren Boden. Innerhalb weniger Tage waren 183 Spender und Sponsoren für die Schüler gefunden und die Lauf-Aktion konnte schnell und unproblematisch von Kirst, Linden, Kostecki und den Sportlehrern Ludwina Otto und Sven Miedreich umgesetzt werden. Alles in allem kamen über 4660 Euro zusammen. Neben den Schülern, wollten auch die Lehrer nicht untätig sein. Sie ließen es sich nicht nehmen, aktiv am Lauf teilzunehmen. Den größten Einzelbetrag erlief Carl Möller aus der LG 10, dessen Spender zusammen 712 Euro einbrachten. Carl lief zudem die „teuerste Runde“, pro Stadionrunde erwirtschaftete er rund 37 Euro. Esmit Katimi und Najib Rasouli, beide aus dem Sprachvorkurs der Schule und noch nicht lange in Deutschland, glänzten mit Ausdauer: Beide liefen je 22 Runden und steuerten so ihren Teil an Spenden mehr als bereitwillig bei. Dazu kam noch eine unabhängige Unterstützung durch die Schülerfirma „sCool’s Cooking“.

Angesichts der großen Summe freut sich Linden, die das Geld zu „Tumaini“ bringen will. „Wenn wir ein bisschen abgeben, tun wir viel in Afrika“, lautet ihr Resümee. Der Kontakt dorthin bleibt weiter bestehen, die AG „Tumaini“ wird in diesem Schuljahr weiter gern und rege besucht. Ziel ist es, die Beziehung der PSS zur afrikanischen Schule über eine „Internet-Brieffreundschaft“ weiter zu vertiefen.

Symbolisch mittels eines „Sparschweins“ überreicht Celina Kostecki (vorne, rechts) die Spenden des „Run for Africa“-Spendenlaufs an Stefanie Linden (vorne, links). Die Schulgemeinschaft der Paul-Schneider-Schule applaudiert stolz: über 4660 Euro kamen zusammen.

Symbolisch mittels eines „Sparschweins“ überreicht Celina Kostecki (vorne, rechts) die Spenden des „Run for Africa“-Spendenlaufs an Stefanie Linden (vorne, links). Die Schulgemeinschaft der Paul-Schneider-Schule applaudiert stolz: über 4660 Euro kamen zusammen.

INFO: Wen unterstützen wir?

Der Schulalltag in „Tumaini“ unterscheidet sich sehr von dem in Deutschland. „Ich war nur in kleinen Klassen eingesetzt“, erzählt Stefanie Linden von ihrer Zeit in Kenia. Allerdings zählen kleine Klassen dort immer noch über 40 Schüler. Sechs bis sieben Schüler teilen sich ein Buch, „unvorstellbar bei uns.“ Material wie Hefte oder Bleistifte werden von der Schule gestellt, „die Menschen in Kenia können es sich einfach nicht leisten.“ Linden half in ihrer Zeit in „Tumaini“ im Unterricht mit und unterstützte etwa schwächere Schüler beim Lernen. „Eines ist aber wie bei uns: Ohne Schule kommst du nicht an gute Jobs.“, weiß Linden. Die Spenden der Paul-Schneider-Schule werden sicher helfen, dass einige der „Ärmsten der Armen“ eine Chance erhalten, sich ein Leben in Kenia aufzubauen.

Von der Paul-Schneider-Schule lernen

Präsentation bei der Kick-Off-Veranstaltung des Projekts "Hospitationsschulen"

Präsentation bei der Kick-Off-Veranstaltung des Projekts „Hospitationsschulen“; von links: Steffen Möller (Rektor der PSS), Kerstin Goldstein (Projektleiterin des Päd. Landesinstituts), Claudia Moser und Michael Zimmer (Hospitationsbeauftragte der PSS)

Viele rheinland-pfälzische Schulen haben gute Konzepte und Ideen in aktuellen schulischen Themenbereichen entwickelt und setzen diese erfolgreich um. Nun können andere Schulen unmittelbar von deren Erfahrungen profitieren: Acht Schulen wurden offiziell zu sogenannten „Hospitationsschulen“ ernannt. Sie haben sich in einem Projekt des Pädagogischen Landesinstituts zusammengeschlossen und öffnen interessierten Kolleginnen und Kollegen die Türen, um sich praxisnah vor Ort zu den Themenbereichen „Vielfalt gestalten“ und „Partizipation und Kooperation stärken“ zu informieren und aus den Erfahrungen zu lernen. In Vertretung von Bildungsministerin Vera Reiß stellte Eva Caron-Petry, Abteilungsleiterin im Bildungsministerium, das Projekt „Hospitationsschulen – miteinander und voneinander lernen“ bei der Kick-Off-Veranstaltung in der Grundschule Eisenberg zusammen mit dem Pädagogischen Landesinstitut und den Schulen vor.

„Das Projekt ‚Hospitationsschulen‘ ist eine wertvolle Ergänzung in unserem breit aufgestellten Fortbildungs- und Beratungsangebot. Durch Schul- und Unterrichtsbesuche können Lehrerinnen und Lehrer anderer Schulen diese Vorbildbeispiele hautnah und auf Augenhöhe erleben und vom Wissen der Hospitationsschulen profitieren. Dabei erfolgt die systematische Vor- und Nachbereitung mit Unterstützung des Pädagogischen Landesinstitutes, um ein nachhaltiges voneinander Lernen zu erreichen. Unterrichts- und Schulbesuche erfahren durch das neue Projekt einen Qualitätsschub“, betonte Bildungsministerin Vera Reiß im Vorfeld.

Für Projektleiterin Kerstin Goldstein vom Pädagogischen Landesinstitut sind drei Aspekte besonders wichtig: „Die Hospitationen werden inhaltlich gezielt in die schulinterne Entwicklung der Besucherschule eingebettet. Damit die Erfahrungen in den Schulen auch nachhaltig wirken können, werden die Hospitationen im Team durchgeführt und sowohl eine gezielte Vorbereitung als auch eine intensive Auswertung des Besuchs gehören zum Konzept. Dieser Prozess kann auf Wunsch durch unsere Beraterinnen und Berater begleitet werden.“ Weiterhin solle das Angebot möglichst unkompliziert und niederschwellig erreichbar sein. Das Pädagogische Landesinstitut unterstützt sowohl die Besucher- als auch die besuchten Schulen. Ein informativer Internetauftritt mit den im Projekt entwickelten praxisnahen Konzepten und Strukturen, den Steckbriefen der Hospitationsschulen und Beschreibungen der Hospitationsangebote sowie Leitfäden und Checklisten ergänzt das Projekt.

Bereits während der Projektlaufzeit von zwei Jahren wird der Übergang in die Regelphase vorbereitet. Das Angebot soll systematisch auf- und ausgebaut und mittelfristig als reguläre Unterstützungsleistung des Pädagogischen Landesinstituts etabliert werden.

„Die Ernennung zur Hospitationsschule ist auch eine Anerkennung der engagierten, pädagogisch wertvollen Arbeit, die hier seit Jahren erfolgt. Diese Schulen haben Antworten auf aktuelle Fragen im Schulalltag entwickelt, die sich bewähren“, unterstrich Vera Reiß und übermittelte den Hospitationsschulen ihren Dank für ihr Engagement: „Ich hoffe, das neue Angebot inspiriert und motiviert Schulen landesweit, Neues auszuprobieren und Schule gemeinsam weiter zu entwickeln.“

Die Paul-Schneider-Realschule plus und Fachoberschule in Sohren-Büchenbeuren ist eine der Projektschulen, die ab sofort andere Schulen von Ihren pädagogischen Konzepten profitieren lässt. So bietet sie Hospitationsmöglichkeiten zu den Themen „Unterrichten in Jahrgangsteams“ und „Sprachvorkurs“ an. In beiden Bereichen hat das Kollegium der Paul-Schneider-Schule langjährige Erfahrungen, die in kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert wurden und von denen nun andere Schulen profitieren können. So bietet die Schule heute jedem Kind den passenden Abschluss, von der Berufsreife bis zur Fachhochschulreife. Dabei wird das Klassenprinzip aufgelöst. Gelernt wird in Lerngruppen, die von einem Lehrerteam vom 5. bis zum 10. Jahrgang betreut werden. Welche Vorteile dieses Konzept hat, welche Chancen für Lernende und Lehrende es bietet, aber auch welche Hürden überwunden werden müssen, darum soll es an einem Hospitationstag gehen. Hierbei wird auf die Wünsche der jeweiligen Kollegien aus den anderen Schulen eingegangen. In einem Vorgespräch werden spezielle Wünsche und Bedarfe abgefragt, auf die bei der Hospitation konkret eingegangen werden soll. Ähnlich wird auch die Hospitation beim Sprachvorkurs ablaufen, wobei hier der Unterrichtsbesuch im Vordergrund steht, bei dem die Kollegen erfahren können, wie es möglich ist 39 Kindern aus 21 Ländern die deutsche Sprache beizubringen, so dass sie in kurzer Zeit in den Regelunterricht integriert werden können. Die Arbeit der Kollegen geht weit über den Sprachunterricht hinaus. Es werden auch Informationen zur Zusammenarbeit mit den Behörden und zur Integration ins Berufsleben weitergegeben.

Insgesamt ist das Projekt des Landes Rheinland-Pfalz für die Paul-Schneider-Schule eine tolle Möglichkeit, einerseits andere Schulen von ihren pädagogischen Ideen profitieren zu lassen, andererseits erhofft sich die Schule aber auch durch die Sicht von außen und dem Austausch mit Kollegen wertvolle Anregungen, die dazu dienen, die Konzepte zu überdenken und weiterzuentwickeln.

Informationen zu dem Projekt erhalten Sie auf der Homepage der Paul-Schneider-Schule (www.inrealplus.de) oder telefonisch bei den Hospitationsbeauftragten Michael Zimmer (06543-986613) und Claudia Moser (06543-986615).