Mit dem „Geheimnisvollen Spukhaus“ zum Sieg an der Paul-Schneider-Schule

Entspannte Atmosphäre und adventliche Stimmung herrschte beim Schulfinale des Vorlesewettbewerbs von LG 6

In diesem Jahr fiel es der Jury der Paul-Schneider-Realschule plus und Fachoberschule Sohren-Büchenbeuren (PSS) schwer, den Schulsieger im Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zu ermitteln. „Wichtig ist, dass Kinder lesen, das ist ein grenzenloses Abenteuer“, zitiert Dirk Sitte, Fachleiter Deutsch und Deutschlehrer in der Lerngruppe 6 Astrid Lindgren. Damit gibt es das Motto für die Gruppensieger der Jahrgangsstufe 6 vor: Das Lesen ist und bleibt die Kulturtechnik Nummer eins und mit dem Lesen steht und fällt der Lernerfolg in der Schule. Demzufolge intensiv gestaltete sich das Training der Sechstklässler der PSS in den vergangenen zwei Monaten.
Zum Schulentscheid trafen sich die Finalisten Anton Schauß, Florian Krasniqi, Jason Stabile, Valeria Spiger, Janna Getmann und Markus Rumke in der Schülerbibliothek zum Schulentscheid. Der Wettkampf wurde in zwei Kategorien ausgetragen. Zuerst kam das eigene Lieblingsbuch an die Reihe: Anton las aus „Das wilde Mäh und die Monster-Mission“, Florian wählte sich „Die wilden Fußballkerle – Leon der Slalomdribbler“ aus, Jason nahm sich eine Ausgabe von Greg’s Tagebuch vor, nämlich „Umzingelt von Idioten“, Valeria trug aus Marco Kunsts „Der Schlüsselträger und die grauen Könige“ vor, Janna Getmann suchte sich als Wahltext „Die Jagd nach dem Leuchtkristall“ aus und Markus reüssierte mit seinem Vortrag aus „Das geheimnisvolle Spukhaus“.
Die Jury, die neben Dirk Sitte aus den Deutschlehrern Birgit Vogt, Kay Baumgarten und der Vorjahressigerin Nova Caspari bestand, tat sich schwer mit ihrer Entscheidung. Neben der Lesetechnik waren Stimmlagen, Blickkontakt zum Publikum und emotionaler Bezug zum Text wichtig. „Den Ausschlag gibt meist der Fremdtext“, gestand Sitte am Ende der Vorrunde den Kandidaten, „den kennt ihr noch nicht.“ In der zweiten Kategorie muss sich die Schüler an Textstellen von Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ beweisen. Hier setzte sich Markus Rumke knapp vor Valeria Spiger und Ganna Getmann durch. „Ein enges Finale, mit tollen Teilnehmern und eigentlich vielen Siegern.“, lobte Sitte die Teilnehmer und Gewinner des Vorlesewettbewerbs.

Stolz nimmt die zweitplatzierte des Vorlesewettbewerbs, Janna Getmann (3. von links) die Glückwünsche der Vorjahressiegerin Nova Caspari (3. von rechts) entgegen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer stellt sich den Fragen der Schülerzeitung „Der Wecker“

Wecker: Einen schönen guten Tag Frau Dreyer
Dreyer: Einen schönen guten Tag!
Wecker: Wir besuchen die 7. Klasse und würden Sie gerne interviewen. Ist es in Ordnung für Sie, uns ein paar Fragen zu beantworten?
Dreyer: Das ist sehr in Ordnung. Sehr gerne mache ich das.
Wecker: Sie haben sich ja heute ein Bild unserer Schule machen können. Was hat Ihnen denn da am besten gefallen?
Dreyer: Am besten gefallen hat mir das Miteinander hier in der Schule. Dass Schüler/Innen, Lehrer/Innen, Eltern, die Partner hier aus der Region, dass hier alle so wunderbar zusammen agieren. Das finde ich ganz toll. Also der Teamgeist dieser Schule kam in der kurzen Zeit hier sehr gut rüber.
Wecker: Wenn Sie sich an Ihre Schulzeit zurückerinnern: Welches war ihr Lieblingsfach und welches konnten Sie nicht so gut leiden?
(allgemeines Gelächter)
Dreyer: (grinst) Also erstens, war Schule in meiner Zeit ganz, ganz anders als ihr sie hier erlebt. Schule war früher so: Wir sitzen alle in einer Klasse, nebeneinander, vorne ist der Leh-rer, die Lehrerin und das war eine große Autorität. Man musste auch immer sehr still sein, man durfte nur sprechen, wenn man dran war. Und es war peinlich, wenn man die Antworten nicht wusste. Ich habe überhaupt nicht gerne Latein gemacht und sehr gerne mochte ich Deutsch. Und nach der 10. Klasse war ich ein Jahr in Amerika und danach hab ich auch sehr gern Eng-lisch gemacht. Vorher war das nicht so ganz optimal.
Wecker: Waren Sie eigentlich gern in der Schule?
Dreyer: Ja, ich bin wirklich gern in die Schule gegangen. Obwohl Schule damals anders war, hatten wir eine gute Zeit.
Wecker: Als Sie noch Schülerin waren und so alt, wie wir jetzt: Was war denn damals Ihr Traumberuf? Doch bestimmt nicht Ministerpräsidentin?
Dreyer: (lacht) Ich wollte – ganz ehrlich – Ärztin werden. (allgemeines Lachen) Das ist auch der Grund, warum ich Latein gelernt und ein sehr gutes Abitur gemacht habe. Aber dann ich es mir später doch anders überlegt.


Wecker: Seien Sie doch mal spontan: Erzählen Sie uns ihren Lieblingswitz!
Dreyer: (lacht) Ich kann mir aber überhaupt keine Witz merken!! Aber einen kann ich probie-ren. Wir sind ja hier in der Schule. Da gibt es so einen alten Witz:
Ein Schüler fragt den Lehrer: „Herr Lehrer, was heißt das denn, was Sie unter meinen Aufsatz geschrieben haben?“ Da antwortet der Lehrer: „Du solltest in Zukunft deutlicher schreiben!“
(allgemeines Gelächter)

Ich kenne auch noch einen Witz:

Sagt der Lehrer zum Fritzchen: Nenne mir mal fünf Tiere aus Afrika. Daraufhin sagt das Fritzchen: Zwei Löwen und drei Elefanten!!
(Lachen)

Mehr habe ich aber auch echt nicht drauf! Ich kann mir wirklich nicht gut Witze merken. Aber wisst ihr was? Ich glaube, man muss manchmal nur so ins Leben schauen. Die meisten Witze geschehen eigentlich im Alltag. Man nennt das dann ‚Realsatire‘. Man muss einfach im Bus, im Zug oder wenn man unterwegs ist mal betrachten, was Leute machen und dann gibt es ganz ganz viele lustige und witzige Situationen.
Wecker: Vielen Dank Frau Dreyer für das Interview! Wir wünschen Ihnen stellvertretend für alle Schülerinnen und Schüler noch eine fröhliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Dreyer: Ich danke ganz herzlich für dieses tolle Interview und ich wünsche Allen hier eben-falls schöne Weihnachten, ein gutes neues Jahr und den Schülerinnen und Schülern wünsche ich vor allem, dass es ihnen an der Schule weiterhin gut geht und dass sie später genau das machen, was ihnen Freude und Spaß macht. Ihr habt mich ja gefragt, was ich werden wollte, als ich so alt war, wie ihr. Damals dachte ich, ich will unbedingt Ärztin werde. Aber dann ist alles ganz anders gekommen. Und das Wichtigste für mich ist immer: Tue am besten das, was zu dir passt und was dir gefällt! Als junge Frau habe ich immer gesagt: „Ein Jahr muss man immer durch!“ Und das ist auch an der Schule glaube ich so. Also ein Jahr kann es schon einmal sein, dass es nicht so gut läuft. Aber wenn das dann immer noch nicht gut ist, dann ist man auf dem falschen Weg. Dann muss man sich überlegen, ob man nicht vielleicht doch etwas anderes macht. Also guckt, was eure Träume und eure Wünsche sind. Es gibt hier viele in der Schule, die euch helfen, sie zu verwirklichen.
Wecker: Dankeschön!

Das Interview führten die beiden –Wecker-Redakteurinnen Jill Brieger und Leonie Caryl (Lerngruppe 7)

Malu Dreyer besucht die Paul-Schneider-Schule

Hoher Besuch im Advent: Am Nikolaus-Tag heißt die Paul-Schneider-Schule die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, willkommen!

Viele Termine prägen die Vorweihnachtszeit an Schulen. In Sohren stand indes in diesem Jahr ein besonderer Termin an: Die Paul-Schneider-Realschule plus und Fachoberschule Sohren-Büchenbeuren (PSS) bekam am Nikolaus-Tag hohen Besuch. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, hat sich angekündigt. Anlässlich ihrer „Im Land daheim“-Tour besuchte sie die PSS, die stolz darauf war, der Landesmutter zu präsentieren, was die Sohrener Schüler alles können.

Sichtlich erfreut ist Malu Dreyer vom Programm der PSS.

„Wir sind froh, dass sie da sind. Es gibt bei uns auch viel zu sehen“, begrüßte der Schulleiter Steffen Möller seine höchste Dienstherrin. In der Mensa der Schule stand ein umfangreiches Programm mit zahlreichen Gästen an. Neben der Landtagsabgeordneten Bettina Brück, dem Schulträger, Landrat Dr. Marlon Bröhr, Eva Schüller von der ADD und dem Fördervereinsvorsitzenden Ingo Noack sowie dem Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes, Martin Maser wohnten Vertreter von Kollegium, Schülerschaft und Eltern dem Besuch bei.

Malu Dreyer gratuliert den Schülern des SVK für die gelungene Vorstellung.

„Schule ist der Kristallisationspunkt für das gesellschaftliche Leben“, stellte Dreyer zu Beginn fest, ein Satz der an der PSS vollkommen zutrifft. Der Sprachvorkurses (SVK), eine Projektgruppe, in der Schüler mit wenigen Deutschkenntnissen die Sprache ihrer neuen Heimat erlernen, präsentierte eine selbstinszenierte Handpuppen-Theaterversion des Märchens „Rotkäppchen und der böse Wolf“ der Ministerpräsidentin. 18 Schüler aus 12 Ländern freuten sich, ihr Stück, das in der Projektwoche uraufgeführt wurde, Dreyer zu zeigen. Zugleich demonstrierten die Schüler, wie gut in den vergangenen fünf Monaten ihr Deutsch geworden ist. Ein Verdienst der auch den beiden Lehrerinnen des SVK, Nina Dieser und Valentina Lindner gebührt. Stolz überreichte der SVK Dreyer, die voll des Lobes war, stellvertretend für die Schulgemeinschaft die Weihnachtsgrüße der PSS.

Ein Weihnachtsgruß des SVK wird überreicht.

Schulsanitäter in Aktion: Dreyer beobachtet, wie souverän die Schüler im Notfall handeln.

Dreyer freute sich angesichts solch greifbarer Lernfortschritte. „Ich besuche bewusst die Realschulen plus im Land“, erläutert die Ministerpräsidentin. „An diesen Schulen vertreten die Lehrerinnen und Lehrer die Haltung, das individuelle Lernen und das Miteinander in den Vordergrund zu stellen.“ Das mache die Einzigartigkeit der Realschulen plus und auch der Fachoberschulen aus: „Ein Kind hat an dieser Schule alle Entwicklungschancen“. Eine Ansicht, die sich im pädagogischen Konzept der PSS sowie im neuen Leitbild „Miteinander – Füreinander“ widerspiegelt. Den Besuch komplettierte der Auftritt der AG „Schulsanitäter“, die anhand einer Übung „Unfall in der Mensa“ zeigte, wie eigenverantwortlich und besonnen die Schüler der PSS mit Krisensituationen umgehen. Den Schluss des Besuchs bildete das obligatorische Interview Dreyers mit den Redakteurinnen Jill Brieger und Leonie Caryl (beide Lerngruppe 7).

Präsentation des ganzen Teams der AG „Schulsanitäter“ mit Betreuerin Tatjana Jenke und Malu Dreyer

„Tue am besten das, was dir gefällt und Spaß macht.“, gab Dreyer den Schülerinnen mit auf ihren Weg. Einen Wunsch durfte auch die Schule äußern – immerhin war Nikolaus-Tag. Es war die Bitte um eine Erweiterung der Fachoberschule mit der Fachrichtung „Gesundheit und Pflege“. Dreyer versprach: „Wir nehmen diese Idee wohlwollend mit.“

Gruppenbild mit Ministerpräsidentin: Jill Brieger, Malu Dreyer und Leonie Caryl (v. links) freuen sich über ein unterhaltsames wie informatives Interview.

Boge spendet IT-Systeme

28 Desktop-Computer, 6 Notebooks, 20 Monitore, 28 Tastaturen und 28 Mäuse gehen in die Paul-Schneider-Schule

Stefan Dillmann, Werkleiter Ingo Happe, Markus Streicher, Jan Herzog sowie Edijs und Martins Pleiss (v. links) freuen sich über die neuen Computer, die die Firma Boge stiftet.

Eine Schule in ihrem Bildungsauftrag zu unterstützen, ist ein wichtiges Anliegen der Boge Rubber and Plastics in Simmern. So wird die Patenschaft des Unternehmens mit den Schulen im Rhein-Hunsrück-Kreis aktiv gelebt. Darüber kann sich die Computer-Abteilung der Paul-Schneider-Realschule plus und Fachoberschule Sohren-Büchenbeuren (PSS) freuen: 28 Computer, sechs Notebooks, 20 Monitore und 28 Tastaturen wie auch genauso viele Computermäuse spendete das Unternehmen der Schule. „Ein Komplettpacket! Das ist toll“, stellte der Systemadministrator des pädagogischen Netzwerkes der PSS, Markus Streicher, fest. „Wir leben eine bewährte Kooperation mit Sohren“, ergänzt der Werkleiter Ingo Happe. Gerade wenn Schulen sich auf den Weg machen, Digitalisierung in den Unterricht zu holen und das Thema ernst nehmen, ist eines zunächst unverzichtbar: Die Hardware. „Ohne Computer geht es eben nicht“, erklärt Streicher, „da kommt die Spende der Rechner mit dem Zubehör genau richtig.“ Im Prinzip ist die Schule nun in der Lage, einen dritten Computerraum anzubieten. „Alle Geräte sind in einem sehr guten Zustand“, so Happe, „diese dann einfach wegzuschmeißen, das ist aus unserer Sicht zu Schade.“ Und unter ökologischen Gesichtspunkten auch nicht nachhaltig.

Alles in allem eine Win-Win-Situation für das Unternehmen und die PSS. Die Patenschaft zwischen der Boge in Simmern und der PSS ist intensiv und wird von beiden Partnern gepflegt. Seit Beginn der Fachoberschule betreut die Boge immer einen FOS-Praktikanten. Bei Spenden von Computer-Hardware war die PSS nun schon das dritte Mal vertreten. „Es war sicherlich nicht die letzte gemeinsame Aktion“, weiß der IT-Verantwortliche von Boge, Stefan Dillmann.